Client-Systeme

Mit den Entwicklungen im Bereich der IT kam auch der Wunsch nach weniger Hardware in die Büros. Die großen Computer mit ihren Monitoren und den lauten Rechnern haben nicht nur einen hohen Verbrauch beim Strom und sind laut – sie sind vor allem in der Wartung ein deutlicher Faktor bei den Kosten. Es braucht nur einen Fehler bei der Software und schon muss sich wieder jemand aus der IT darum kümmern, die individuellen Probleme an dem Gerät zu heben. Daher haben die Client-Systeme in den letzten Jahren einen deutlichen Aufschwung erfahren und finden sich immer häufiger in den Büros.

Die verschiedenen Arten von Clients im Bereich der Hardware

Bei der normalen Aufstellung von Rechnern im Büro ist die Last klar verteilt. Unter jedem Schreibtisch findet sich ein Computer und die restliche Peripherie ist sichtbar und steht dem Nutzer zur Verfügung. Rechnet man alleine diesen Aufwand und die Möglichkeit an Fehlerquellen hoch, wird bereits recht deutlich, wieso viele Firmen lieber auf andere Systeme setzen möchten. Der Aspekt der eigenen Computer, die auch mit einem eigenen System laufen, ist aber auch noch aus einer anderen Sicht pikant. Immerhin kann der Rechner auch zu einem Sicherheitsrisiko werden, da sich, selbst mit den modernen Systemen für die Software, nur wenige Einschränkungen für den dezentralen Nutzer einrichten lassen. Eine zentrale Steuerung von Hard- und Software ist nicht einfach so in einem normalen System möglich. Berücksichtigt man nun noch, dass in den letzten Jahren die Preise für Energie stark nach oben gegangen sind, gibt es gleich mehrere gute Gründe sich mit alternativen Lösungen für die Endbenutzer-Rechner zu beschäftigen.
Client bzw. Terminal-Systeme haben sich schon in anderen Anwendungen als eine interessante Option erwiesen, wie man die Kontrolle ein wenig mehr auf die Administration verschieben und gleichzeitig ein paar Euros bei der Anschaffung und bei der Wartung einsparen kann. Die Clients bringen zudem einige Besonderheiten mit, die die gesamte Arbeit der IT in einer Firma grundlegend verändern können.

  • Typische Thin-Clients haben nur die notwendige Hardware für den generellen Betrieb und werden sonst an ein zentrales System angeschlossen. Von hier erhalten sie ihre Informationen und die Zugangsrechte für einen Server. Das zentralisierte die Verwaltung und reduzierte Gefahrenquellen.
  • Im Gegensatz zu vergangenen Zeiten sind die Clients heute so gebaut, dass sie einfach mit Hardware verbessert werden können. Es gibt mehr Anschlüsse und mehr Konfigurationen für eine ansprechende Leistung.
  • Der Verbrauch bei der Energie ist erheblich geringer als bei vergleichbaren eigenen Systemen. Vor allem aber die volle Kontrolle der IT über die Inhalte ist wichtig.

 

Die Systeme haben sich in den letzten Jahren stark verändert und zusammen mit der Virtualisierung haben auch die Clients einen neuen Aufschwung erfahren. Das liegt an der stetigen Veränderung und Verbesserung der Systeme.

Vor- und Nachteile von Client-Systemen

Wie bereits oben angesprochen gibt es schon aus dem Aspekt der Kosten hinaus viele gute Gründe, warum man sich mit der Einführung von Clients für die Verwaltung beschäftigen sollte. Da es sich hier um Systeme handelt, die nur wenig eigene Kapazitäten haben, können die Kosten für die Energie im Vergleich zu einem Büro mit vielen eigenen Desktops oder Laptops deutlich reduziert werden. Beobachtet man die Preise für Strom in den letzten Jahren, kann das schon bei einem mittelgroßen Unternehmen eine erhebliche Ersparnis bedeuten, die auch bei der Rentabilität der neuen Clients natürlich eine wichtige Rolle spielt.
Darüber hinaus ist der angemerkte Hinweis auf die IT ein wichtiger Punkt. In den letzten Jahren hat es massive Probleme mit der Sicherheit der IT-Infrastruktur gegeben. Es reichte schon ein USB-Stick und schon war das gesamte System mit einem Virus infiziert. Natürlich gab es Lösungen im Bereich der Software, die den Zugriff der Endbenutzer ein wenig eingeschränkt haben, allerdings haben sich diese als unsicher und als wenig stabil bei der Arbeit erwiesen. Die Kontrolle über die wichtigen Systeme und vor allem die Sicherheit der IT-Struktur muss zurück an die IT gebracht werden. Das geht am ehesten mit einem Terminal- oder Clientsystem. Der Grund ist klar: Hier entscheidet der zentrale Verwalter darüber, welche Anwendungen für den einzelnen Nutzer freigegeben werden. Die Einteilung in Gruppen ist ebenso möglich wie die selektive Deaktivierung von Funktionen an eigenen Rechnern. Das liegt daran, dass es kein eigenes System mehr gibt, sondern alle Prozesse über den Server der Firma laufen.
Bisher war der größte Nachteil von diesen Clients mit der Leistung verbunden. Da kaum eigene Hardware in den Geräten verbaut war, gab es natürlich auch keine gute Grafikkarte oder ausreichenden RAM für eine Bearbeitung von Grafiken oder Videos. Auch sonst konnten die Server nicht alle gewünschten Leistungen zur Verfügung stellen. Angesichts der sich verändernden Technologien und den neuen Leistungen, die vor allem durch die Virtualisierung gebracht werden, dürfte sich dieser Nachteil in den nächsten Jahren aber deutlich verändern.

Die Zukunft der Client-Systeme

Bereits angesprochen wurde der Wandel in der Technologie. Ein großer Nachteil der früheren Zeit und somit auch der Grund für die geringe Verbreitung war direkt mit den schwachen Leistungen der Rechner verbunden. Das war allerdings der Tatsache geschuldet, dass die Software für die Terminals und Clients bisher einfach nicht die Leistung bieten konnte, die man sich für bestimmte Aufgaben gewünscht hätte. IBM und andere Firmen haben in den letzten Jahren deutlich an diesem Thema gearbeitet. Thin Clients der neusten Generation bieten das erste Mal einen Zugriff auf Rechner mit einer sehr guten Hardware. Auch die Software für die Verwaltung der Clients hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert, was heute noch mehr neue Funktionen bietet. Wenn die ersten Case Studies über den Einsatz vorhanden sind und klar ist, dass man nun auch ansprechende Anwendungen mit den Clients nutzen kann, wird es hier vermutlich eine deutliche Veränderung bei den Unternehmen geben. Auch hier wird klar werden, wie kostengünstig die neuen Arten von Clients für den Einsatz in mittelgroßen Firmen und in Konzernen sind. Mit zunehmender Verbreitung dürfte dann auch die Entwicklung weiter vorangehen und es wird Alternativen zu den momentan beherrschenden Produzenten geben. Die Zukunft der Thin Clients könnte also interessant werden – die genaue Entwicklung muss aber noch abgewartet werden.

Author: Christian Elsner

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